Das Wärmepumpenhaus
Wohnen im Wärmepumpenhaus - kostengünstig und umweltfreundlich
Stetig steigende Heizkosten haben dem Wärmepumpenhaus in den letzten Jahren zum Durchbruch verholfen. Die Technologie ist eine kosten- und umwelteffiziente Lösung für Neu- und Altbauten. Nach Angaben des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. wurden im Jahr 2008 etwa 62.500 Häuser mit einer Wärmepumpe ausgestattet, rund 20.000 mehr, als noch im Jahr davor.
Wärmepumpenhaus – Baukörper und Heizung im Einklang
Die Wärmepumpe versorgt das Haus mit Wärme und warmen Wasser. Dabei wird nur 25 Prozent der Energie benötigt, die sonst bei einer herkömmlichen Gasheizung eingesetzt werden müsste. Allerdings ist die Effizienz von verschiedenen Faktoren abhängig. So muss das Haus natürlich optimal gedämmt sein und die Wärmequelle, Wärmepumpe und Heizung optimal zusammenarbeiten.
Wärmepumpenhaus und Fußbodenheizung
Viele Bauträger statten ihre neuen Häuser mit Wärmepumpen aus, um die niedrigen Heizkosten und Nebenkosten als Verkaufsargument angeben zu können. Optimal arbeitet eine Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung zusammen. Das hat mit der Trägheit der Fußbodenheizung zu tun. Diese Trägheit beruht darauf, dass die Fußbodenheizung nur langsam auf die Schwankungen der Raumheizlast reagiert. Diese verändert sich immer dann, wenn sich die Außentemperatur verändert oder Fremdwärmeeinflüsse durch Kamine, Beleuchtung, Sonne auftreten. Aufgrund der hohen thermischen Speicherkapazität des Estrichs kommt es nur langsam zu einer Anpassung. Bei einer geforderten Raumtemperatur von 20 Grad und einer Oberflächentemperatur von 24 Grad beträgt der Unterschied 4 Grad und die Fußbodenheizung erbringt 100 Prozent der Heiz-Last. Steigt die Raumtemperatur auf 22 Grad muss sie nur noch 50 Prozent der Heiz-Last erbringen.
Wärmepumpenhäuser sparen Energie
Aus der Trägheit folgt der Vorteil, dass das einmal erreichte Temperaturniveau dazu verhilft, das nur noch die Schwankungen der Raumheizlast einen Energieaufwand erfordern. Es wird dadurch grundsätzlich weniger Energie verbraucht als wenn eine Heizung immer wieder „angefahren“ werden muss, wie es beim herkömmlichen Heizen mit Heizkörpern der Fall ist.
Der Selbstregeleffekt führt dazu, dass die Fußbodenheizung automatisch auf die Schwankung der Raumheizlast reagiert und eine manuelle Regelung entfällt. Das spart nicht nur Energie, sondern steigert auch den Heizkomfort.
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